Montag, 6. Juni 2016

Suicide - Drei Monate und ein Tag, Stefan Lange

Mal wieder ein Import von einer alten Rezi von LB^^




Hier der Klappentext:
'Ich spürte Wärme. Langsam erwachte ich aus diesem Traum, der mir seltsam bekannt vorkam und öffnete die Augen …'

Sevilla in den 1990ern. Stefan widerstreben Karrieretreppen, er sieht seine nächste Station in Spanien. Leichtigkeit, Sonne in seinem Leben, Streifzüge durch die Stadt. Und ganz nah bei sich, in der Residenz entdeckt er eine ganz besondere Sehenswürdigkeit: Susanne.

Ist sie genau die Eine? Es beginnt eine Sevillana der besonderen Art: Leidenschaft, Gleichklang und Gegentakt. Aus sinnlichem Tanz wird bitterer Ernst. Ein altes Trauma reißt einen Abgrund auf.

In einer tagebuchartigen Rückblende erzählt Stefan Lange die Geschichte einer passionierten Liebe, eines Lebens zwischen Manie und Depression. Die Sprache besticht durch Klarheit; schonungslos offen, zynisch-brutal und sehnsüchtig-hoffnungsvoll zugleich rührt der Autor mit Suicide an ein Tabuthema.

Nicht nur in TV- und Radiointerviews, sondern darüber hinaus auch mit Lesungen in Fachkreisen engagiert sich der Deutsch-Schweizer Stefan Lange in der Suizidprävention.

'Denn der erste Schritt um Suizide zu verhindern, ist das Thema offen anzusprechen und es dadurch aus der Tabu-Zone zu holen.'

Joana Hauff, Freunde fürs Leben e.V - www.frnd.de

(Quelle: amazon)


Meine Meinung: 
Stefan Lange lädt uns in diesem Buch ein, in eine Reise in seine Vergangenheit, an einen Punkt in seinem Leben, wo er nicht mehr leben wollte.
 
Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und leicht zu lesen. Man kommt sofort in die Geschichte rein und kann total mit der Hauptfigur mitfühlen. Der Autor beschreibt seine Emotionen in dieser Zeit sehr tiefgründig und gefühlvoll.

Die Geschichte beginnt damit, dass Stefan nach Spanien reist und sich dort in eine Frau verliebt, die aber leider einen Freund in der Schweiz hat, und ihn später wieder verlässt. Stefan, der geglaubt hat in ihre sein einzig wahre große Liebe gefunden zu haben, stürzt in ein tiefes Loch und sieht keinen anderen Ausweg mehr.

Das Buch ist in 2 Teile gegliedert, wobei im zweiten Teil genauer auf seine Beweggründe und Hintergründe eingegangen wird.

Es ist auch sehr spannend seinen harten Weg zurück ins Leben zu beobachten, der wohl nie vollständig abgeschlossen ist, denn gewisse Dinge können wir zwar verarbeiten, aber nie wirklich ausradieren.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich finde es bewundernswert, dass der Autor den Mut hatte über dieses sehr persönliche Thema zu schreiben und hoffentlich schafft er es dadurch wirklich "Suizid" aus der Tabuzone zu holen und Leute dazu zu bringen offener darüber zu sprechen.


4 von 5 Sternen

Autorin: Stefan Lange
Verlag: Books on Demand
Sprache: Deutsch
Veröffentlichung: 6. November 2014
ISBN-10:  3735757030
ISBN-13: 978-3735757036
Seiten: 300


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen