Samstag, 24. September 2016

Pandemie, Thor Ansell








Hier der Klappentext:
Grauenvolles geschieht in Berlin:

Eine Krankheit verwandelt scheinbar harmlose Männer in Raubtiere.
Alex, eine wissenschaftliche Assistentin, begleitet ihren Professor in eine abgelegene Forschungseinrichtung, um das Berlin-Syndrom zu studieren. Alex’ Leben ist eher bequem und ereignislos. Damit ist es jedoch schlagartig vorbei, als sie eine folgenschwere Entdeckung macht. Etwas Unheimliches ist mitten unter ihnen, die Isolation der Forschungseinrichtung wird zur tödlichen Falle.
Während sich draußen die Berliner Krankheit rasend schnell ausbreitet, muss sich Alex ihren größten Ängsten stellen.

Pandemie ist ein aufwendig recherchierter Wissenschaftsthriller. Emotional, actionreich und spannend bis zur letzten Seite.
(Quelle: amazon)

Meine Meinung:
Das Cover ist rot-schwarz gestaltet, was mir nicht so gut gefällt. Das Motiv finde ich aber eigentlich ziemlich passend.

Dem Schreibstil merkt man an, dass der Autor sonst Drehbücher schreibt. Es ist sehr bildhaft und sorgt für einiges an Kopfkino. Es ist aus der Sicht des Erzählers geschrieben. Dabei geht es teilweise wie einem Film-Thriller sehr rasant zu. Auf die Innenwelt der Charaktere wird nicht so genau eingegangen, aber durch die ganze Dynamik der Geschichte, bleibt dafür nicht so viel Zeit. Auffällig ist auch noch, dass anfangs öfters über die Personen in ihrem Nachnamen geschrieben wird, was meiner Meinung nach ja irgendwie eher eine Eigenart der Amerikaner ist. Daran gewöhnt man sich aber schnell.

Die Charaktere sind sehr vielfältig. Alex ist eine der Hauptfiguren. Sie ist eine Wissenschaftlerin und hat es manchmal unter den ganzen Doktortitel-tragenden Kollegen nicht so leicht. Trotzdem erkennt Professor Warnecke ihr Potential und wählt sie daher für ein geheimnisvolles Forschungsprojekt aus. Alex ist einem gleich sympatisch und sie beweist, dass sie einen guten Instinkt besitzt. Weiters hat sie das Herz definitv am rechten Fleck und versucht stets das Richtige zu tun. Dann gibt es natürliche noch viele andere Informatiker. Laura Hebel war mir anfangs nicht so sympatisch. Sie wirkte etwas arrogant und auch ihre Entscheidungen fand ich manchmal etwas extrem. Trotzdem erkennt man schlussendlich, dass sie sehr brilliant ist. Auch Daphne ist eine brilliante Wissenschaftlerin und durch ihr fortgeschrittenes Alter und die damit einhergehende Erfahrung hat sie wieder einen ganz anderen Blick auf die Dinge. Zudem wird sie zu einer guten Freundin von Alex.
Theiß war ein sehr sympatischer Informatiker und konnte dieses Gebiet gut vertreten. Riquel war irgendwie so ein typischer Politiker. Dann gibt es da natürlich noch Major Thomas Yilmaz. Er war mir auch bald sympatisch. Obwohl er vom Militär ist, zeigt er sehr viel Empathie und ist eigentlich innen ziemlich weich.
Dann gibt es dann natürlich auch noch Elisabeth. Sie sorgt für das leibliche Wohl und kümmert sich rührend um alle.

Die Thematik fand ich sehr spannend. Die Einrichtung der Forschungsanlage konnte man sich total gut vorstellen. Sie hat irgendwie was von einer supermodernen Stargate-Einrichtung (ohne Stargate versteht sich). Dann gibt es da natürlich auch noch einen tollen Supercomputer mit Namen Sherlock, was ich ziemlich passend finde. Es hatte ein bisschen was von Science-Fiction, auch wenn wir ja eigentlich nicht mehr so weit weg sind von neuralen Netzwerken. Die Auflösung, was hinter dieser mysteriösen Erkrankung steckt, fand ich sehr spannend und sehr komplex. Generell wurden viele Beispiele aus der Wissenschaft im Laufe der Erforschung der Erkrankung miteingebracht, was sehr interessant war.
Bald gab es neben der Forschung, aber auch noch einiges an Action und es entwickelte sich bald zu einer ziemlichen Horrorgeschichte. Es wurde gesamt immer dramatischer und die Ereignisse haben sich überschlagen.

Der Schluss war ziemlich düster, hat aber auch ein paar Hoffnungsschimmer. Zudem gab es ein Zitat von Rainer Maria Rilke, was wirklich überraschend gut zu dieser Situation passte.


Fazit:
Spannender Thriller, der für einiges an Kopfkino sorgt - von mir 5 von 5 Sternen.

Autor:  Thor Ansell
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Sprache: Deutsch
Veröffentlichung: 27. August 2016
ISBN-10: 1537315889
ISBN-13: 978-1537315881
Seiten: 302
(Daten beziehen sich auf die Print-Ausgabe)

Vielen Dank an den Autor für das Reziexemplar!

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